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Aller Anfang ist schwer – oder wie sich ein schwarzer Zuchtstamm aufbaut

Ich geb es zu, ich war schon überrascht: Da stand neben dem weißen Muttertier ein knackig schwarzes Lamm. Schick schon, aber unerwartet. Da ich längere Zeit keinen weißen Deckbock eingesetzt habe, muss wohl der Braune die schwarze Genetik in der weißen Mutter wachgeküsst haben. Vielleicht wäre es auch bei einem weißen Bock passiert, aber es war, wie es war ...

 

Nun denn, wir haben den kleinen Winzling behalten, er war eine sie, wuchs und wurde Mutterschaf. So geschah es immer mal wieder, aus der einen weißen Mutter fiel immer mal wieder ein schwarzes Lamm, aus den schwarzen Mutterschafen sowieso. Die Basis für die Zucht war gelegt. Heute züchten wir immer weiter mit einem sich ständig verbessernden Stamm von schwarzen Mutterschafen. Schade nur, dass der NRW-Herdbuchverband sich schwer tut, die Tiere als offizielle Zucht anzuerkennen. Das hab ich aufgeben – so bleiben die schwarzen bei uns der (in)offizielle dritte Farbschlag, den es in NRW eigentlich gar nicht gibt. Denn die Bürokratie ist den Tieren egal, sie gedeihen und machen Freude. Und irgendwann findet sich auch mal ein Zuchtverband, der damit besser umgehen kann, dann machen wir das auch offiziell.

Peter Schmidt, Klosterhof Bünghausen (Gummersbach)