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Geschichte

Braunes Bergschaf

Die Abstammung des sehr widerstandsfähigen Braunen Bergschafes ist auf das früher in Bayern und den Ostalpen beheimatete Steinschaf zurückzuführen. Aus Überlieferungen von Hirten und Schäfern geht hervor, dass damals ein großer Anteil von farbigen Steinschafen von den Bergbauern gehalten wurde. Als Hauptgrund wird die ohne zusätzliche Färbung zu verarbeitende Wolle vermutet. Ein Beweis dafür ist der seit vielen Generationen in Oberbayern und Tirol für Trachten hergestellte braune und dunkelbraune, naturfarbene Loden.

 

Am Tegernsee wurde noch lange Jahre eine fürstliche Stammzucht-Herde gehalten. Es wird die Geschichte erzählt, dass König Ludwig II für seine Bediensteten Loden aus der Braunen Bergschafwolle herstellen ließ. So war die Schafzucht der Braunen durchaus lukrativ – doch mit dem Niedergang der Loden und dem fehlenden Druck der Obrigkeit, sich entsprechend zu kleiden, war auch die gute Zeit der Braunen Bergschafe vorbei.

 

Die Weißen Bergschafe brachten einfach mehr Schlachtgewicht – so wurde das braune Schaf wurde in Bayern dabei fast ausgerottet. Die letzten Restbestände wurden in den noch vorhandenen Haltungsgebieten mit weißen und schwarzen Bergschafen gekreuzt. Erst als einige Schafhalter die Robustheit sowie die hohe Fruchtbarkeit der braunen Bergschafrasse erkannten, wurde die bevorstehende völlige Ausrottung gestoppt. Im Laufe der Zeit bildeten sich, zumeist durch Zukäufe aus Österreich und Südtirol wieder kleinere Bestände in Oberbayern. In den 70er Jahren fanden sich mehrere Schafhalter, die mit der Reinzucht dieser seltenen Rasse begannen. Als Hauptzuchtgebiete kristallisierten sich damals der Landkreis Miesbach sowie Einzelbetriebe in Rosenheim und Garmisch-Partenkirchen heraus.